Unsere Geschichte in aller Kürze

„ Geschichte heißt Identität mit dem Vaterland in Freiheit und ehrenhafter Würde! “

 

 

Der Beginn der Leobener Hohen Schule


1833: Erzherzog Johann engagiert den 24-jährigen Peter Tunner

         zur Vorbereitung der Gründung

1840: Steiermärkisch – Ständische Montanlehranstalt in Vordernberg

         (im Besitz der Landesstände)

1849: Verlegung nach Leoben und Übernahme durch den Staat

1861: Erhebung zur k.k. Bergakademie

 

 

Nach der Märzrevolution 1848 waren studentische Korporationen verboten und wurden polizeilich verfolgt. In Leoben bildeten sich die ersten Bünde erst nach der Erhebung zur k.k. Bergakademie im Jahr 1861.

 

 

1881: Gründung des „Deutschen Lesevereins“ durch die Professoren v. Hauer, Höfer v. Heimhalt und v. Tunner als Zusammenschluss aller deutschen Hörer. Schwarz-Rot-Goldenes Band, sowie eigener Zirkel und Wahlspruch. Der Leseverein ist die Wiege der heutigen Burschenschaft Leder.

 

 

Tischgesellschaft „Leder“ (1886 – 1889)


1886: Am 04.12. Gründung der Tischgesellschaft Leder im Deutschen Leseverein; ab Oktober musste sich jeder Neuinskribent der k.k. Bergakademie schriftlich ehrenwörtlich verpflichten, keinem Corps und keiner Burschenschaft beizutreten. Der Deutsche Leseverein wurde nicht verboten !

 

 

Bergakademischer Klub „Leder“ (1889 – 1891)


1889: 28.10. Umwandlung der Tischgesellschaft Leder in den Bergakademischen Klub

         Leder mit schwarz – grünem Band (Bergmannsfarben);

1891: am 07.03. wurde das schwarz-grün-weiße Band eingeführt (steirische

         und Bergmannsfarben)

         12.05. Beschluss Burschenschaft zu werden, jedoch wegen des

         Hochschulstatutes von 1886 nicht durchführbar

 

 

Deutsche akademische Verbindung „Leder“ (1891 – 1896)


1891: am 25.11. Annahme des Wahlspruches „Deutsch, Furchtlos und Treu“

1893: nach langem Behördenstreit wurde die Bewilligung erteilt grüne Mützen tragen zu

         dürfen, die ursprünglich ein breites, steifes Format besaßen.

1894: am 06.11. Austritt aus dem Leseverein;

1895: am 28.04. Erklärung zur Burschenschaft, nachdem das neue Hochschulstatut

         von 1894 auf diesem Gebiet die Freiheit brachte.

 

 

Alte Burschenschaft „Leder“ (1896 – 1934)


1896: am 15.02. Bedingte Aufnahme in den LDC / Linzer Delegierten Convent

         am 02.03. Behördliche Bewilligung der B! Leder

         am 05.06. Endgültige Aufnahme in den LDC und Zugehörigkeit bis zu

         dessen Auflösung

         Aufnahme des Verkehrsverhältnisses mit der Grazer akad. B! Arminia

1897: Begründung des Verkehrsverhältnisses mit der Wiener akad. B! Olympia

1898: Gründung eines Altherrenverbandes in Brüx/ Sudetenland

1900: am 03.06. Auflösung des LDC; B! Leder als Mitbegründer des „Allgemeinen

         Burschenschafterbundes der Ostmark“, welcher bis 26.04.1901 besteht.

1904: Mitbegründer des 2. Linzer Delegierten Conventes;

         Umwandlung der k.k. Bergakademie zur Montanistischen Schule,

         erstmals Promotionsrecht;

1907: am 20.05. Gründung der „Burschenschaften der Ostmark“

         mit 37 Burschenschaften

1914: 27.07. Mobilmachung für den I. Weltkrieg (24 Lederer eingerückt)

1914 –1919: Ruhen des Couleurbetriebes; nur Ernst Großmann in Leoben

                   (Schweitzer Staatsbürger)

1919: vom 06.05. bis 15.05. Teilnahme von 35 Lederern am Kärntner Abwehrkampf

         (Leobener akademische Legion). Dabei fällt unser treuer Bundesbruder Ernst

         Großmann bei Windischgratz

         am 03.08. Beitritt der „Burschenschaften der Ostmark“ zur

         „Deutschen Burschenschaft“

1921: Eröffnung des Verkehrsverhältnisses mit der Prager B! Teutonia

1932: Aufnahme des Verkehrsverhältnisses mit der ALB! Germania

 

 

1. Verbotszeit (1934 – 1938)


1934: Ende Juni erfolgte das behördliche Verbot der B! Leder („ständestaatliche

         Verfassung“)

         Verlegung des I. Studienabschnitts von der Montanistischen Hochschule Leoben

         nach Graz; ein Großteil der Aktivitas wurde von der Grazer B! Arminia

         aufgenommen.

1938: Aufhebung des Verbotes; kurz als „B! Libertas“ mit umgekehrten Farben und

         weißen Mützen offiziell zugelassen; ab März wieder B! Leder

         Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich am 13.03.1938 wurden sämtliche

         waffenstudentischen Verbindungen und Verbände verboten.

         Farbniederlegung im Juni; Umwandlung in eine Kameradschaft im NS

         Studentenbund gemeinsam mit der Altherrenschaft der B! Germania München/

         heute Clausthal

 

 

Kameradschaft „Ernst Großmann“ (1938 – 1945)


Auflösung mit Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 08.05.1945

 

 

2. Verbotszeit (1945 – 1949)


1945: Zahlreiche Lederer im II. Weltkrieg und in der Nachkriegszeit gefallen

         und ermordet !

 „Es schien unvorstellbar, dass es jemals wieder eine Burschenschaft geben sollte!“

 

 

Verbindung „Leobensia“ (1949 – 1952)


1949: am 25.11. Gründung der Leobensia zur Zeit der 100-Jahr-Feier

         der Hochschule Leoben

         weiße Mützen, schwarz-weiß-blau (schwarz= Kohle; weiß= Schnee, Neubeginn;

         blau= Stahl)

ab 1950 wieder alte Lederer Farben;

1951: Erstes Stiftungsfest sowie offizielle Behördengenehmigung grüne Mützen

         tragen zu dürfen.

1952: Erste Mensur in München, zweite in Clausthal

 

 

Neue Burschenschaft „Leder“ (seit 1952)


1952: B! Leder wieder unter ihrem Namen.

1954: Erste Mensur in Leoben

1961: Mitgliedschaft in der Burschenschaftlichen Gemeinschaft

1964: Aufkündigung des Verkehrsverhältnisses mit der Freiberger B! Glückauf

seit 1971: Mitglied der Deutschen Burschenschaft

1993: B! Suevia Innsbruck kündigt das Verkehrsverhältnis

1996: Wiederaufnahme des Freundschaftsverhältnisses mit der

         Freiberger B! Glückauf